Gedanken, Emotionen, Gefühle und der Zusammenhang von funktionellen und strukturellen Störungen.
Jede Erkrankung hat eine Entstehungsphase und beginnt nicht plötzlich, sondern entwickelt sich schrittweise – und zwar zunächst auf einer funktionellen Ebene, bevor sie sich in strukturellen oder organischen Veränderungen des Körpers zeigt.
Am Anfang jeder gesundheitlichen Störung steht immer ein emotionaler Faktor. Hierbei handelt es sich oft um Emotionen und Gefühle. Jede Emotion und jedes Gefühl aktiviert eine bestimmte Aktivität im körperlichen Gewebe. Sie gelten daher als Auslöser biologischer Prozesse, die unser gesamtes System beeinflussen.
Wenn sich ein Mensch überfordert, kraftlos oder ängstlich fühlt, reagiert der Körper unmittelbar mit der Ausschüttung bestimmter Hormone. Diese Botenstoffe wirken direkt auf das Nervensystem und beeinflussen eine Vielzahl körperlicher Prozesse. Im Gehirn werden dabei neuronale Verbindungen gebildet, die sich bei wiederholter Aktivierung zu stabilen Mustern verdichten und schließlich im Unterbewusstsein verankern. So entstehen mit der Zeit emotionale Gewohnheiten.
Wird eine starke negative Emotion oder ein belastender Gefühlszustand – etwa Angst, Trauer oder Überforderung – immer wieder intensiv erlebt, beginnt sich dieses emotionale Erleben auf körperlicher Ebene zu manifestieren. Zunächst kommt es zu funktionellen Störungen: Der Körper reagiert spürbar, jedoch noch ohne organische oder strukturelle Veränderungen des Gewebes.
Ein typisches Beispiel ist das Herz: Bei anhaltender Traurigkeit oder Angst kann es aus seinem natürlichen Rhythmus geraten. Es schlägt unregelmäßig, verliert seine innere Kohärenz – ein deutliches Zeichen einer funktionellen Störung.
Wenn solche emotionalen Belastungen über längere Zeit bestehen, kann daraus jedoch eine strukturelle Veränderung entstehen. Die immer gleichen Gedanken, Emotionen und Gefühle aktivieren wiederholt dieselben neuronalen Netzwerke und Gewebeareale. Auf Dauer führt dies zu echten, messbaren Veränderungen im gesamten Körpergewebe, unter anderem in Organen wie dem Herzen, dem Magen oder der Leber.
So entsteht aus einer zunächst rein funktionellen Dysbalance allmählich eine organische Erkrankung.
Die gute Nachricht ist: Funktionelle Störungen sind gut beeinflussbar. Sie lassen sich oft schon durch bewusste Veränderung von Gedanken, Gefühlen und Lebensgewohnheiten wieder ins Gleichgewicht bringen. Schwieriger, aber nicht unmöglich, ist es, strukturelle Veränderungen rückgängig zu machen. Auch hier ist Heilung möglich – sie erfordert jedoch tiefgreifende innere Arbeit.
Erst wenn sich die Gefühlswelt eines Menschen nachhaltig verändert, erhalten die Körperzellen neue, heilsame Signale. Diese ermöglichen Regeneration und Wiederaufbau des Gewebes. Ohne emotionale Neuausrichtung bleibt Heilung auf zellulärer Ebene schwierig.
Doch sobald ein Mensch bereit ist, seine Gedanken und die damit verbundenen Gefühle zu wandeln, kann Erstaunliches geschehen!
Durch die bewusste Veränderung unserer Gedanken und Gefühle entstehen neue Informationen, die unseren Zellen neue Signale senden. Dadurch beginnen sich die biochemischen Prozesse im Körper zu verändern: Der Hormonhaushalt stabilisiert sich, neue neuronale Netzwerke werden gebildet, und regenerative Vorgänge setzen ein – oft mit geradezu wunderbaren Ergebnissen.
Heilung ist prinzipiell möglich – je früher, desto leichter.
Der Weg zu echter körperlicher Gesundheit führt daher immer über das Gleichgewicht unserer inneren Welt – vor allem über die Heilung und Harmonisierung unserer Gefühlswelt.
(C) 2025 Marco Looso
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